Landesverband Schleswig-Holstein der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V.

LvSH-AFPK

Landesverband Schleswig-Holstein der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V.

Selbsthilfegruppen ShutDown (Spaziergang gefällig?)

Liebe Angehörige,

zwar sind die Räume noch für alle Selbsthilfegruppen geschlossen, doch wer hindert uns am Spaziergang?

Ab dem 17. Mai 2021 können sich wieder bis zu 10 Personen draußen treffen und gemeinsam spazierengehen. Fragen Sie daher den jeweiligen Ansprechpartner der SHG an, ob er/sie dieses anbietet!

Gerne möchte ich Sie auf die Telefonberatungstermine und die erste Online Selbsthilfegruppe in Ahrensburg des Landesverbandes hinweisen.

Mit besten Grüßen

Dr. Rüdiger Hannig (Vorsitzender)

Die 113 für die psychische Krise

Erst Corona, dann die psychische Krise!

Überall lesen wir, Corona führe zu einem dramatischen Anstieg der psychischen Erkrankungen. Aber sind wir auch darauf vorbereitet?

Obwohl derzeit schon ca. 1/5 der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands im Jahr Symptome einer psychischen Störung aufweist, wissen wir häufig nicht, wie wir damit umgehen und an wen wir uns wenden sollen. Die Begriffe sind uns fremd und das Angebot an Hilfen ist unübersichtlich und verwirrend.

Bereiten wir uns daher auf den Anstieg an psychischen Krisen vor: Fordern Sie mit uns eine zentrale Nummer "113" für die psychische Krise wie die "112" für Unfälle!

Die Hilfen müssen niedrigschwellig angeboten werden, d. h. für uns Angehörige: Auch anonym und rund um die Uhr per Telefon, Chat, Video oder Mail erreichbar!

Einen ersten Ansatz gibt es hierzu mit den Krisendiensten Bayern. Lassen Sie uns diesen Ansatz bundesweit durchsetzen!

Wenn Sie bei dieser Initiative mitmachen wollen, melden Sie sich bei dem Landesverband Schleswig-Holstein der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker .

 

Informationen für Menschen mit psychischen Erkrankungen zur Impfung gegen COVID-19 (dgppn vom 29.01.2021)

>>>Stellungnahme der dgppn (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.<<<

Was ist COVID-19?

Die Erkrankung, welche durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2) ausgelöst wird, heißt COVID-19 Erkran-kung. Sie führt zu verschiedenen Beschwerden wie Husten, Fieber, Schnupfen und Gliederschmerzen. Eine Infektion kann nicht nur die Atemwege, sondern auch andere Organe betreffen. Die meisten Erkrankungen verlaufen milde, 14 % allerdings schwer und 5 % kritisch bis lebensbedrohlich, im schlimmsten Fall tödlich. Ein Teil der COVID-19-Patienten leidet auch Wochen oder Monate nach Beginn der Erkrankung weiterhin unter schweren Allgemeinsymptomen. Die Erkrankung ist insge-samt gefährlicher und ansteckender als eine Grippe.

Sind Menschen mit psychischen Erkrankungen einem besonderen Risiko ausgesetzt?

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für einen schwere Verlauf von COVID-19: das Alter, körperli-che Erkrankungen wie z. B. Diabetes (Zuckerkrankheit), Herzerkrankungen oder chronische Lun-generkrankungen, oder Übergewicht. Auch schwere psychische Erkrankungen wie Demenz, Schizo-phrenie, schwere Depression oder bipolare Störung erhöhen das Risiko für einen schweren Verlauf, der einen Krankenhausaufenthalt erfordert, und für das Versterben an COVID-19. Liegt einer dieser Faktoren vor, kommt es nicht zwangsläufig zu einem schweren Verlauf, aber die Wahrscheinlichkeit ist erhöht. Liegen mehrere Faktoren vor, geht man von einer noch höheren Wahrscheinlichkeit aus.

Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko von COVID-19 sehr stark reduziert werden. Eine 2-mal im Abstand von einigen Wochen gegen COVID-19 geimpfte Person erkrankt nach einem Kontakt mit dem Corona-Virus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht an COVID-19. Wie bei jeder Impfung können auch nach einer COVID-19-Impfung Impfreaktionen oder Nebenwirkungen auftreten. Der Nutzen einer Impfung überwiegt jedoch bei weitem die Risiken. Es besteht keine Pflicht, sich impfen zu lassen. Die Impfung ist kostenlos. Wie lange genau die Impfung vor einer Er-krankung schützt, ist noch nicht bekannt. Es ist auch noch nicht sicher, ob geimpfte Personen andere anstecken, obwohl sie selbst nicht erkranken.

Wann kann man sich impfen lassen?

Ende 2020 begannen in Deutschland die ersten Impfungen. Zunächst liegt noch nicht genug Impfstoff für alle Menschen in Deutschland vor. Daher können zuerst Menschen mit dem höchsten Risiko für schwere Verläufe eine Impfung erhalten: insbesondere Menschen über 80 Jahre. Danach folgen Menschen mit bestimmten Risikofaktoren. Da Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen von einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 betroffen sind, wurden sie von der Ständigen Impfkommission als Risikogruppe benannt. Daher sollen sie ebenfalls bei der Vergabe des Impfstoffs früher berücksichtigt werden.

Wenn Sie sich gegen COVID-19 impfen lassen möchten oder Fragen zur Impfung haben, sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an.

Herzlich willkommen

Landesverband Schleswig Holstein der Angehörigen und Freunde psychisch Kranker e.V.

Wir sind:

  • Familien und Freunde psychisch erkrankter Menschen
  • Betroffene, die den Leidensdruck und das Gefühl der Ausweglosigkeit kennen
  • oft überfordert und allein gelassen
  • als Versorgungsinstituion ganz selbstverständlich gefordert und in Anspruch genommen, jedoch bei weitgehend fehlenden Hilfen mit der Last der Verantwortung alleingelassen.

Wir wollen uns:

  • uns gegenseitig unterstützen und Mut machen
  • die Interessenvertretung aller betroffenen Familien sein
  • Isolation und Vorurteile abbauen
  • Defizite und Missstände benennen und Verbesserungen einfordern

Wir sind ein:

  • ein Selbsthilfeverband, also Experten in eigener Sache.

Was tun wir dafür:

  • Wir lernen, psychische Erkrankungen besser zu verstehen, mit ihnen umzugehen und Hilfeangebote anzunehmen
  • Wir bieten eine Plattform für Gesprächsrunden, Erfahrungsaustausch und Informationen
  • Wir tragen durch Öffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen zum Verständnis psychischer Erkrankungen bei und wirken Vorurteilen entgegen
  • Wir bringen unsere Erfahrungen aus der Selbsthilfe auf allen psychiatrischen Arbeitsfeldern ein
  • Wir unterstützen Reformvorhaben zur Stärkung der Rechte der betroffenen Familien
  • Wir vertreten die Interessen der betroffenen Familien auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen
  • Wir stehen mit allen Selbsthilfegruppen der Familien in Schleswig-Holstein in Kontakt und unterstützen ihre Arbeit
  • Wir halten Kontakt zu den Selbsthilfeorganisationen der Betroffenen
  • Wir sind Mitglied im Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker und arbeiten eng mit den Landesverbänden der anderen Bundesländer zusammen

Gefördert durch die ARGE Selbsthilfeförderung Schleswig-Holstein

  • AOK NordWest
  • BKK Landesverband Nordwest
  • IKK Nord
  • Knappschaft
  • SVLFG Landwirtschaftliche Krankenkasse
  • vdek Die Ersatzkasse